Wednesday, May 22, 2024

Die andere Energie-Bilanz

Jeden Tag werden wir in überregionalen Medien mit dem Thema "Energiewende" konfrontiert.

Frage: Wie viel Energie kostet es Dich

- als "Normalverdiener" nicht von Deiner Arbeit leben zu können?

- in einem "Schock-Kapitalismus" zu leben, der Dich täglich mit anderen lebensgefährdenden Krisen bedroht?

- als durchschnittlicher Arbeitnehmer ununterbrochen mit der Angst vor Arbeitslosigkeit zu leben?

- aus Angst vor dem, was kommt, das Thema "Zukunft" verdrängen zu müssen?

- in einem Land zu leben, das mit dem Land, in dem Du aufgewachsen bist, so gut wie nichts mehr gemeinsam hat und Dich fremd im eigenen Land zu fühlen?

- als Stadtmensch Armut, Elend, Obdachlosigkeit und Kriminalität in nie gekanntem Ausmaß aushalten zu müssen?

- als erwachsener, nicht-nicht-binärer, weißer, heterosexueller Mann in Beruf und Gesellschaft unaufhörlich diskriminiert zu werden? 

- in einer Gesellschaft zu leben, in der keine Rechtssicherheit mehr gewährleistet ist?

- jedes Jahr auf mehr Lebensqualität verzichten zu müssen?

- jedes Jahr auf mehr persönliche Freiheiten verzichten zu müssen?

 

Brauchen wir nicht eine andere "Energiewende" - bevor es zu spät ist?




Sunday, May 5, 2024

Aufruf von Dr. Milosz Matuschek "Gretchen entschwärzt"

 Die Academia Tancredi möchte an dieser Stelle einen Aufruf von Dr. Milosz Matuschek weitergeben:

"Aufruf: “Gretchen entschwärzt”

Laut Umfragen finden 30% der Befragten, dass Politiker, die sich in Zusammenhang mit den Covid-Verordnungen schuldig gemacht haben, in den Knast gehören. Aufarbeitung muss das Ziel der Genugtuung der Opfer haben, nicht primär einen pädagogischen Mehrwert für die Täter.

Der Schlüssel zur Aufarbeitung ist die Sichtbarmachung der Geschädigten der Pandemie. Und zwar aller, egal ob geimpft oder umgeimpft, egal ob an Leib und Leben geschädigt weil geimpft oder diffamiert, ausgegrenzt und in den Bankrott (oder in Schlimmeres) getrieben, weil ungeimpft.

Sie haben eine Geschichte zu erzählen, die exemplarisch für die Situation war?

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und ihre Geschichte erzählen wollen, melden Sie sich bei Journalistin Sylvie-Sophie Schindler, die ich als wahrheitsliebende Persönlichkeit kenne und schätze: gretchenschindler@proton.me.

Sie wird die Einzelschicksale auf ihrem Kanal in der Serie „Gretchen entschwärzt“ dokumentieren, ich werde auch gerne darüber berichten. Vielleicht kommen ja noch andere Kanäle dazu? Die Pilotfolge finden Sie hier. Mein (persönliches) Gespräch mit ihr über die letzten vier Jahre ist nun auch online."

Saturday, May 4, 2024

Buchempfehlung: Ronald Bilik - Pandemische Irrtümer. Kritische Bemerkungen zur erfolgreichen Missionierung der Corona-Gläubigen

Dr. Ronald Bilik ist als promovierter Althistoriker und Religionskritiker routiniert im kritischen Umgang mit Informationsquellen. Nach seiner akademischen Ausbildung arbeitete er aber auch in den Bereichen Vertrieb, Personalwesen und Marketing und ist seit dieser Zeit ebenfalls Fachmann für psychologische Manipulationstechniken.

In seinem Buch präsentiert er einen fiktiven PR-Manager und "Gehirnwäsche-Profi", der in einem fiktiven Vortrag vor einer fiktiven Macht-Elite auf atemlos machende Weise sinnlich erfahrbar macht, auf welche Propaganda-Techniken vor allem Akademiker und Universitäten im Zusammenhang mit den Corona-Verordnungen hereinfielen - letztlich aus Überheblichkeit, weil der "typische Intellektuelle in der Illusion lebt, dass er ein wissenschaftliches Weltbild vertritt, von seriösen Medien umfassend und korrekt informiert wird, und dass er überdies zu clever ist, um auf Propaganda hereinzufallen". 

Bilik zeigt darüber hinaus einen Ausweg aus der aktuellen Misere und einen Lösungsansatz für die Frage auf, wie eine Versöhnung nach allem, was geschehen ist, möglich wäre. Er führt in einem Interview zu seinem Buch aus:

"Es ist ein Unterschied, ob ich vermittle: Du bist ein Idiot, der auf jeden Blödsinn hereinfällt, aber ich bin schlauer als Du, oder ob ich sage: Wir sind beide Opfer eines hochprofessionellen und gigantischen Betruges. Lass uns einander verzeihen und sorgen wir gemeinsam dafür, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden. Nur so können wir in Zukunft ruhig und gemeinsam diese Gesellschaft gestalten“.

Und eine weitere wichtige Erkenntnis liefert sein Buch ebenfalls: "Humor ist die stärkste Waffe gegen totalitäre Ideologien". 

Sein Buch gibt weitere, wichtige Argumente an die Hand, warum die bundesdeutsche Gesellschaft ohne eine "Rechtsabrechnung" im Sinne einer Verurteilung der Schuldigen mit anschließender Versöhnung und Wiedereingliederung keine lebenswerte Zukunft haben kann. 

Ein erhellendes Interview mit Dr. Ronald Bililk zu seinem Buch findet sich hier: http://fshh.rschr.de/pdf/Ronald_Bilik_Pandemische%20Irrtuemer_Interview_Kontrafunk_2024-03-19.pdf

Anmerkung: Amazon blockiert den Vertrieb und behauptet, dass das Buch nicht lieferbar sei. Daher ist es vorteilhaft, es direkt beim Verlag zu bestellen oder beim Buchhändler um die Ecke. 

Bestelldaten:

Ronald Bilik

Pandemische Irrtümer
Kritische Bemerkungen zur erfolgreichen Missionierung der Corona-Gläubigen

Osnabrück: Hintergrund Verlag 2023

ISBN 978-3-9820336-5-5 


Friday, April 12, 2024

Kriminell? Versuch einer Umschreibung "extremistischer Kunst" in Deutschland

 

 Versuch einer Umschreibung des Begriffs „Extremismus“ für den Bereich Kunst: 

These 1:
„Extremistische Kunst“ umfasst künstlerische Positionen, welche die Werte, Einstellungen und das Weltbild der „normativen Mitte“ grundsätzlich hinterfragen oder sogar verneinen bzw. ablehnen. Hierzu gehörte aus historischer Sicht häufig auch das Verletzen gesellschaftlich akzeptierter Tabus oder geltender Gesetze.


These 2:
Aus politischer Sicht gehören diese Arbeiten sowohl dem „linken“/„avantgardistischen“ als auch dem „rechten“ bzw. „konservativen“ Spektrum an. Das Vertreten einer politischen Position findet sich zwar überzufällig häufig, ist aber nicht zwingend notwendig.


These 3:
„Radikale“ Kunst lässt sich von „extremistischer“ Kunst (trotz aller Gemeinsamkeiten) dahingehend unterscheiden, dass „extremistische“ Kunst sich über die in Deutschland gesetzlich vorgesehenen Grenzen der Kunstfreiheit hinwegsetzt (z.B. unter anderem § 185 StGB, §186 StGB, §187 StGB, §90a StGB, §166 StGB, §201a StGB, §303 StGB, §14 JuSchG, §15 JuSchG, §86 StGB, §86a StGB, §130 StGB, §97 UrhG, §51 UrhG, TierSchG, ).

These 4:
„Extremismus“ ist ein Rezeptionsphänomen, über das mehr oder weniger Menschen einig sind (bzw. eine größere oder kleinere Gruppe von Menschen). Es ist historischen Veränderungen unterworfen. Ein guter rezeptionsästhetischer und wahrnehmungstechnischer Indikator ist, wenn diese Arbeiten unsere innere, handlungsleitende Sichtweise (von etwas oder jemanden) ändern, wir dadurch offen und nachdenklich werden und neue Informationen (z.B. Gedanken, Sichtweisen bis hin zu Wertvorstellungen, Haltungen, Weltbildern) uns aneignen.

These 5:
Es lässt sich in der Kunst „leiser“ Extremismus von „lautem“ Extremismus unterscheiden.

-> Leise = theoretisch, rein gedanklich (z.B. als Manifest), „zweidimensional“, ohne Körpereinsatz (eigener/fremde/r), unter Verwendung von viel Ironie, gewaltfrei.

-> Laut = unter Einsatz des eigenen oder fremden Körpers/fremder Körper, dreidimensional/im Raum (auch, nicht ausschließlich öffentlich), möglicherweise unter Einsatz von Schmerzen und Gewalt.

Versuch eines rezeptionsästhetischen Analyse-Rahmens für „extremistische Kunst“

:

1. Absolut gesetzte Kunstfreiheit/Gesetzesbruch:
Gegen welche Rechtsnorm(en) (§) verstößt die Arbeit?

2. Normverletzung:
Gegen welche möglichen gesellschaftlich-moralischen Werte und/oder Normen verstößt die Arbeit?
Gegen welche möglichen religiösen Werte und/oder Normen verstößt die Arbeit?

3. Rezeptionsästhetische Wirkung:
Wie wirkt die Arbeit auf mich?
Was macht das Wahrnehmen der Arbeit mit mir?
Was denke ich bei der Betrachtung der Arbeit?
Was assoziiere ich bei der Betrachtung der Arbeit?
Was empfinde ich bei der Betrachtung der Arbeit?

4. Ausweitung von Erkenntnissen:
Resultiert für mich aus 1. und 2. ein Erkenntnisgewinn/eine Horizonterweiterung/ein Informationsgewinn?
Bin ich durch die Arbeit reifer/weiser/klüger/umsichtiger/durchschauender geworden?

5. Erweiterung des emotionalen Spektrums
:
Resultiert für mich aus 1. und 2. eine innere Bereicherung meines Gefühlslebens?
Bin ich durch die Arbeit feinfühliger geworden?
Habe ich mir bislang unbekannte emotionale Zustände kennengelernt (bei anderen)?
Habe ich mir bislang unbekannte emotionale Zustände selbst erlebt? 

 

Aktuell offene Fragen:

Ist es für die Zuordnung zum Begriff "extremistische Kunst" ausreichend, auf die Übertretung der in These 3 genannten Grenzen der Kunstfreiheit lediglich zu verweisen, statt diese Grenzen tatsächlich zu verletzten?

Ist die Übertretung „ungeschriebener Gesetze“ (zentraler, grundlegender gesellschaftlicher Werte und Normen) durch eine künstlerische Arbeit ausreichend, um eine Arbeit als „extremistische Kunst“ zu qualifizieren, selbst wenn diese zentralen gesellschaftlichen Normen eventuell nicht in Gesetzesform festgehalten sind?

Wie ließe sich "extremistische Kunst" sinnvoll kategorisieren bzw. in "Untergruppen", "Gattungen" oder ähnliches einteilen (z.B. nach der Kategorie "Körper", "Wirtschaft", "Leben und Tod" o.ä.)?

 

T. T. Tabbert, Frühjahr 2024

www.tankred-tabbert.art


Friday, March 29, 2024

Wir wurden bewußt belogen und betrogen

Kann sich jemand daran noch erinnern? 

Es gab einmal eine Zeit, da wurden wir alle zuhause eingesperrt, später dann durften wir im "offenen Vollzug" immerhin arbeiten gehen, wir mussten FFP2-Masken überall und zu jeder Zeit stundenlang tragen, eine ganze Generation junger Menschen wurde traumatisiert, Millionen Menschen wurden gegängelt, sich mit einem experimentellen Wirkstoff spritzen zu lassen, der für Hunderttausende verheerende gesundheitliche Folgen hatte, Menschen, die kritisch nachfragten, wurden als Irre, vulgo "Schwurbler" bezeichnet und gemobbt, mitunter sogar inhaftiert(!) und wer auf den am 20.11.2020 außer Kraft gesetzten Grund- und Menschenrechten, vor allem auf das Recht auf den eigenen Körper bestand, wurde als Irrer und "Nazi" ausgegrenzt, der "Respekt für Dich" mit dem der damalige Kanzlerkandidat Olaf Scholz im Wahlkampf warb, entpuppte sich dann als versuchte Impf-Pflicht des gleichnamigen Kanzlers...

Wer so wie ich ein paar Jahre auf dem Buckel hat und vielleicht als Tourist in "totalitären Staaten" unterwegs war, kennt als ein Merkmal unter vielen solcher Systeme, dass wichtige Dokumente, wenn überhaupt, dann nur umfangreich geschwärzt veröffentlicht werden. Genau dies erleben wir derzeit mit den sogenannten "RKI-Files", also den freigeklagten Protokollen des "Robert Koch Instituts" aus dem oben genannten Zeitraum. Während ich dies schreibe, sind weitere Klagen anhängig, um die geschwärzten Stellen doch noch freizugeben. Ob es gelingen wird?

Was sich jetzt bereits zusammenfassend TROTZ der Schwärzungen der Protokolle laut Prof. Dr. Oliver Hirsch und Dr. Kai Kisielinski sagen lässt (meine Hervorhebungen im Zitat):

"1) Den Verantwortlichen war von Beginn an bewusst, dass es keine begründbare wissenschaftliche Evidenz für eine generelle Maskenpflicht in der Bevölkerung gibt. 

2) Die Einführung der FFP2-Maskenpflicht erfolgte sehenden Auges nicht aus epidemiologisch evidenzbasierten Gründen. Sämtliche Argumente gegen die FFP2-Maske im öffentlichen Raum waren den Verantwortlichen positiv bekannt. Folglich kann die Einführung nur sachwidrige Motive gehabt haben.

3) Den Verantwortlichen war bereits vor der breit einsetzenden Impfkampagne bekannt, dass die Impfung keine sterile Immunität herbeiführen kann. Sie bestanden aus diesem Grund in ihrer eigenen Logik auf eine Maskenpflicht auch bei Geimpften. Die später eingeführte 2G-Regel hatte somit zu keinem Zeitpunkt eine ernsthafte wissenschaftliche Grundlage.

4) Die weitere Erkenntnisse verbergenden Schwärzungen indizieren die Korrektheit der vorgenannten Annahmen 1-3 und legen das Motiv einer weiteren Verdunklung nahe."

Wann erhalten die Verantwortlichen in Politik, Justiz, Polizei, Presse, Verwaltung(!!!) und Wissenschaft endlich die Strafen, die in einem Rechtsstaat, der diese Bezeichnung verdient, diesen Vergehen angemessen wäre? 

Aus meiner persönlichen Perspektive möchte ich anmerken, dass beispielsweise in Dänemark eine Versöhnung zwischen der deutschen Minderheit (die sich zu weiten Teilen zur Waffen-SS meldete und mit der nationalsozialistischen Regierung kollaborierte, was beispielsweise zur Ermordung dänischer Widerstandskämpfer in Hamburger KZs führte) und der dänischen Mehrheitsbevölkerung NUR DESHALB gelang, weil (fast alle) Verantwortlichen für ihre Verbrechen angemessen bestraft wurden.

Auf der Grundlage eines "reinen Tisches" konnten die Menschen wieder aufeinander zugehen, die Verbrechen waren gesühnt und konnten deshalb(!) auch vergeben werden

Für weitere Hintergrundinformationen empfehle ich den Artikel von Prof. Dr. Oliver Hirsch und Dr. Kai Kisielinski, den ihr hier nachlesen könnt.   

Hier noch zwei screenshots aus den Protokollen des "Covid-19-Krisenstabs":


 

Tuesday, March 26, 2024

Buchempfehlung: Pluriversum - Ein Lexikon des Guten Lebens für alle

 


Ein meines Erachtens enorm hilfreiches Buch für alle, die neue, bessere Wege gehen möchten. 

Genialerweise nicht nur bestellbar, sondern sogar als pdf-Datei geschenkt(!) HIER erhältlich.

Worum geht es?

Es besteht kein Zweifel daran, dass sich die Welt in einer Krise befindet – einer systemischen, multiplen und asymmetrischen Krise, die schon lange gedeiht und sich inzwischen über alle Kontinente hinweg ausbreitet. Noch nie zuvor waren so viele entscheidende Aspekte des Lebens gleichzeitig bedroht, noch nie erscheinen die Erwartungen der Menschen an ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder so ungewiss.

Die Krise macht sich in allen Bereichen bemerkbar, sie gefährdet Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Ethik, Kultur, Spiritualität und vieles andere. Das Lexikon Pluriversum ist eine spannende Sammlung von transformativen Alternativen, die sich gegen die gegenwärtig vorherrschenden Prozesse der globalisierten Entwicklung stellen, einschließlich ihrer strukturellen Wurzeln in der Moderne, im Kapitalismus, in staatlicher Bevormundung, in den maskulinen Werten usw. Die heutigen Vorstellungen von Wachstum und Entwicklung können nicht länger das organisierende Prinzip unseres sozialen Lebens sein. 

Das Buch ist eine Enzyklopädie mit kurzen Beiträgen zu Schlüsselbegriffen. Es kann für Lehre und Forschung genutzt werden, um zu inspirieren, Neugierige initiativ werden zu lassen – und sogar diejenigen, die an der Macht sind und sich nicht mehr wohlfühlen in ihrer Welt. 

Und wer lieber ein gedrucktes Buch in seinen Händen hält, kann es hier bestellen:

https://www.agspak-buecher.de/epages/15458842.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15458842/Products/%22M%20364%22



 



Tuesday, March 5, 2024

Fernando Pessoa über Nachruhm

 


Aus der im Jahre 2008 im Ammann Verlag erschienenen erweiterten Fassung der revidierten Übersetzung des "Livro do Desassossego" von Fernando Pessoa [S. 150f., 193f.]. Hier konstatiert Pessoa für sich als Künstler eine "naturgegebene Pflicht als Dolmetscher für einen Teil unseres Jahrhunderts" - doch lest selbst: 

    "Sollte man mir je sagen, das Vergnügen fortzudauern, nachdem man aufgehört hat zu sein, sei null und nichtig, antwortete ich zuallererst, daß ich dies nicht weiß, da ich nicht wirklich weiß, wie es um das menschliche Überleben bestimmt ist; und als nächstes, daß die Freude am künftigen Ruhm eine gegenwärtige Freude ist, denn allein der Ruhm ist Zukunft. Zudem ist es eine stolze Freude, eine Freude, wie sie kein materieller Besitz zu schenken vermag. Dies mag illusorisch klingen, aber wie dem auch sei, diese Freude ist weit größer, als nur freudig zu genießen, was hier ist. Der amerikanische Millionär kann sich nicht vorstellen, daß die Nachwelt seine Gedichte würdigen wird, zumal er nicht eines geschrieben hat; der Lissabonner Handelsvertrter kann sich nicht vorstellen, daß die Nachwelt sich an seinen Bildern erbauen wird, da er nicht eines gemalt hat.

    Ich hingegen, der ich in diesem Übergangsleben nichts bin, kann beim Lesen dieser Seite die Zukunft im voraus genießen, denn ich schreibe tatsächlich; ich kann auf meinen künftigen Ruhm stolz sein wie ein Vater auf seinen Sohn, denn zumindest habe ich etwas, womit ich ihn erlangen könnte. Und während ich dies denke und vom Tisch aufstehe, erhebe ich mich mit innerer Majestät und in meiner ganzen Größe unsichtbar über Detroit, Michigan und die gesamte Kaufmannschaft von Lissabon.

    Doch ich muß feststellen, daß ich anfangs anderen Überlegungen nachhing. Anfangs dachte ich darüber nach, wie klein man im Leben sein muß, um zu überleben. Die eine Überlegung ist so gut wie die andere, beide laufen auf dasselbe hinaus. Der Ruhm ist kein Orden, sondern eine Münze; auf der einen Seite die Figur, auf der anderen die Wertangabe. Für höhere Werte gibt es keine Münzen, nur Papier, dessen Wert immer gering ist.

    Mit dieser metaphysischen Psychologie trösten sich schlichte Geister wie ich. [...]

Zuweilen denke ich mit traurigem Vergnügen, daß, wenn einst in einer Zukunft, der ich nicht mehr angehöre, meine Sätze Lob finden und fortdauern, ich endlich die Leute habe, die mich >>verstehen<<, die Meinen, die wahre Familie, um in ihr geboren und geliebt zu werden. Doch bis dahin ist es noch weit, und ich werde längst gestorben sein. Ich werde nur in effigie, als Abbild verstanden werden, wenn die Zuneigung die Abneigung nicht mehr ausgleichen kann, die des Verstorbenen Los im Leben war.

    Eines Tages vielleicht wird man verstehen, daß ich wie kein anderer meine naturgegebene Pflicht als Dolmetscher für einen Teil unseres Jahrhunderts erfüllt habe; und hat man das verstanden, wird man schreiben, daß ich zu meiner Zeit ein Unverstandener war, daß ich unseligerweise inmitten von Ablehnung und Kälte lebte und dies ein Jammer ist. Und wer immer irgendwann darüber schreibt, wird einem, der in dieser künfigen Zeit ist, wie ich es war, ebenso verständnislos gegenüber stehen wie meine jetzige Umgebung mir. Denn die Menschen lernen nur, was für ihre bereits verstorbenen Vorfahren von Nutzen gewesen wäre. Nur den Toten vermögen wir die wahren Lebensregeln zu vermitteln. [...]"

 


Offline-Challenge

 Die offline-challenge für den Monat März: Mache einen langen Spaziergang ohne Mobiltelefon.